Aktuelles

Graf Barf im Gespräch mit Dr. Jutta Baumann

Die Graf Barf Macher suchen den ständigen Dialog und Austausch mit Tierärzten und Spezialisten für Tierernährung. Dr. Jutta Baumann ist Tierärztin in Grünwald bei München. Die sehr modern ausgestattete Praxis bietet zahlreiche Leistungen  alles rund ums  Tier wie z.B. allgemeine Impfungen, Ultraschalluntersuchungen, Chirurgie mit Überwachungsstation, digitales Röntgen, Laborwertebestimmung, Zahnmedizin und Physiotherapie.

Ein Thema liegt der Ärztin besonders am Herzen: die Ernährungsberatung für Haustiere und dabei vor allem für Hunde. Denn eine gesunde Ernährung ist die Grundlage für gesunde Tiere. Daher setzt sich Dr. Jutta Baumann mit dem Thema seit längerem verstärkt auseinander.

Immer mehr Hundehalter wollen ihre Tiere barfen. Wie stehen Sie als Tierärztin zum Thema Rohfütterung?

Dr. Baumann: Mein Praxisteam und ich sehen das positiv. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Barfen gemacht.

Werden Sie konkret in Ihrer Praxis auf das Barfen angesprochen?

Dr. Baumann: Ja, eigentlich täglich. Die Menschen machen sich viele Gedanken wegen der Ernährung Ihrer Tiere.

Was sind denn die größten Vorteile des Rohfutters?

Dr. Baumann: Das Rohfutter und damit das Protein sind naturbelassen, das tierische Eiweiß ist unverändert. Es gibt keinen Erhitzungsprozess, der einen Verlust der biologischen Funktion mit sich bringt. Auch sind Vitamine und Mineralstoffe in ihrer ursprünglichen Form vorhanden. So kann das Futter vom Organismus der Hunde am besten aufgenommen und verarbeitet werden.

Beim Rohfüttern entsteht weitaus weniger Zahnstein als bei herkömmlichem Futter. Oft bildet sich gar kein Zahnstein. Die Zahngesundheit ist für die Tiere äußerst wichtig.

Der dritte Vorteil: Die Kotmenge wird deutlich geringer. Gerade in größeren Städten nimmt die Zahl der Hundehaufen extrem zu und die Tonnen von Kot entwickeln sich zu einem echten Problem. Füllstoffe im industriell hergestellten Futter kann ein Hund nun mal nicht verwerten.

Viele entscheiden sich für das Barfen, weil ihre Hunde die herkömmlichen Futter nicht vertragen. Kennen Sie solche Fälle?

Dr. Baumann: Hunde können Unverträglichkeiten gegen Zusatzstoffe im  herkömmlichen Futter entwickeln. Die Zahl solcher Fälle steigt an und werden in meiner Praxis oft vorgestellt.

Gibt es Aspekte, die gegen Rohfütterung sprechen?

Dr. Baumann: Dagegen spricht nichts. Bei Welpen muss man bei der Rohfütterung bis zum Zahnwechsel auf die zusätzliche Portion Kalzium achten.

Im Umgang mit rohem Fleisch sollte grundsätzlich auf eine gute Küchen-Hygiene geachtet werden.

Haben Sie Tipps für Barf-Einsteiger? Auf was müssen Hundebesitzer besonders achten?

Dr. Baumann: Die bereits erwähnte Hygiene besitzt hohen Stellenwert. Aber das kennen wir alle vom Umgang mit rohen Lebensmitteln, welche Sorgfalt zu walten hat. Regelmäßige Wurmkuren braucht ein Hund sowieso, da er zum Beispiel mit dem Kot anderer Tiere in Kontakt kommt.

Wie intensiv und wo müssen sich Hundebesitzer übers Barfen informieren?

Dr. Baumann: Ein Tierarzt, der sich mit der Ernährung von Hunden intensiv beschäftigt und auch über Rohfütterung Bescheid weiß, ist sicher ein guter Ansprechpartner.

Wie beurteilen Sie Graf Barf allgemein? Was ist das Besondere an Graf Barf?

Dr. Baumann: Die Idee ist sehr überzeugend. Die Menü-Portionierung ist einmalig. Das gab es bisher nicht. Klasse finde ich auch die Schockfrostung. So bleibt das Protein naturbelassen, Vitamine und Mineralstoffe werden nicht verändert. Mich beeindruckt ebenfalls die klare und sichtbare Struktur der Würfel. Da ist nichts Gewolftes.

Eine der Kernaussagen von Graf Barf ist, dass Rohfütterung nicht zwangsläufig aufwändig und komplex sein muss. Was meinen Sie dazu?

Dr. Baumann: Wie ich eben schon sagte, die Portionierung mit den Würfel ist toll durchdacht. Ich entnehme die Würfel, taue sie auf und gebe etwas Öl darüber. Das ist beim Rohfüttern ein komplett neues Konzept, das wirklich einfach umzusetzen ist.